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Branchen im Wandel der Digitalisierung

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Wie verändern sich die Branchen?


Was Dich in diesem Beitrag erwartet:

  • Welche Branchen erleben einen Wandel?
  • Wie sieht der Wandel in diesen Branchen genau aus?

Kurz Gesagt

Die Digitalisierung verändert wie wir kommunizieren, arbeiten, konsumieren und vieles mehr. Dabei beeinflusst sie auch ganze Branchen. So entstehen in einigen Branchen wie der Finanzindustrie die Nachfrage nach ganz neuen Dienstleistungen. Neue, branchenfremde Unternehmen kommen auf dem Markt und etablieren sich als ernstzunehmende Konkurrenten. Daher ist unabhängig der Branche für den Vertrieb wichtig, diese Entwicklungen genau zu analysieren und das Verhalten der Kunden:innen zu verfolgen.


Der Wandel in Branchen

Die Digitalisierung verändert unser Leben. Sie verändert die Art wie wir kommunizieren, unser Einkaufsverhalten, unser Arbeitsumfeld und so viel mehr. Diese Veränderungen betreffen aber nicht nur unser Privatleben. Unternehmen weltweit müssen sich im Zuge der Digitalisierung umstrukturieren und umorientieren. Die Veränderungen begrenzen sich nicht auf einzelne Branchen, sondern finden branchenübergreifend statt. Mittlerweile kann man sogar behaupten, dass es keine Branche gibt, die nicht von dem Wandel der Digitalisierung betroffen ist. Was diese Entwicklung für die Finanzindustrie, das Gesundheitswesen, die Industrie, die Energiewirtschaft und den Einzelhandel bedeutet, kannst Du in diesem Beitrag nachlesen. 

Digitalisierung in der Finanzindustrie 

Seit ein paar Jahren hat die Digitalisierung auch den Finanzsektor fest im Griff. Neue Technologien wie 🔗 Blockchain und Krypton-Token haben Banken und andere Finanzdienstleister vor ungeahnte Herausforderungen gestellt und eröffnen zeitgleich die Möglichkeit, neue Leistungen anzubieten. Parallel dringen neue Anbieter, wie beispielsweise große Technologieunternehmen, in den Markt ein, was für traditionelle Finanzdienstleister zur Folge hat, dass das eigene Dienstleistungsangebot weiter ausdifferenziert werden muss. 

Hatte es zu Beginn des Digitalisierungsprozesses in dieser Branche noch einige Stimmen gegeben, die neue Regulierungen für die digitale Finanzindustrie gefordert haben, ist inzwischen die Erkenntnis gereift, dass bestehende Regulationen grundsätzlich auch im digitalen Zeitalter Verwendung finden können. Denn ob digital oder analog: Finanzdienstleister müssen branchenspezifische Risiken im Griff haben. 

Ein Ende des Wandels ist nicht absehbar. Technische Entwicklungen und menschliche Bedürfnisse nehmen wechselseitig Einfluss aufeinander und setzen das Finanzwesen dauerhaft unter Zugzwang. Es ist daher besonders wichtig für den Vertrieb, die Kundenbedürfnisse ganz genau im Auge zu haben damit möglichst schnell mit technischen Lösungen und gegebenenfalls neuen Dienstleistungen reagieren zu können. 

Digitalisierung des Gesundheitswesen

In Deutschland steckt die Digitalisierung des Gesundheitswesens noch in den Kinderschuhen. Andere Länder wie etwa 🔗 Dänemark machen aber schon vor, welches große Potenzial in der Digitalisierung dieses Sektors steckt. Neue Technologien ermöglichen beispielsweise E-Rezepte, Gesundheitstracking und digitale Auswertung der Daten und virtuelle Arztbesuche. Darüber hinaus bietet die Digitalisierung des Gesundheitssektors neuen Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlungen, sowie der personalisierten Medizin.  

Diese Entwicklungen können das Gesundheitssystem massiv entlasten und eine bessere und schnellere medizinische Betreuung sicherstellen. Basis dieser Entwicklungen stellen die Daten des Versicherten, die mittels neuster Technologien zwischen den behandelnden Ärzt:innen und Patient:innen ausgetauscht werden. Im Pateientenkontakt erleichtern diese digitalen Entwicklungen besonders ältere Menschen, die Diagnosen auf diesem Weg Rezepte und Diagnosen unbeschwert von zu Hause anfordern können. Da im Gesundheitswesen Vertrauen eine besonders große Rolle Spielt ist es wichtig, dass der digitale Patientenkontakt möglichst persönlich aufgebaut ist, sodass sich die Patienten:innen wohl und sicher beraten fühlen.

Digitalisierung in der Industrie 

Industrie 4.0 ist ein häufig genutzter Ausdruck. Doch was genau steckt hinter diesem Buzzword?  

Kurz gesagt beschreibt Industrie 4.0 die Digitalisierung der Produktion. Im Zentrum dieser Entwicklung stehen die Vernetzung und Selbststeuerung von Systemen und Maschinen. Die Vernetzung ermöglicht, Daten auszutauschen und Prozesse somit aufeinander intelligent abzustimmen. Dabei lernen Systeme und Maschinen bei jedem neuen Datenaustausch, Abläufe noch besser aufeinander abzustimmen. Dieser Fortschritt lässt sich auch mit dem Begriff der Selbststeuerung beschreiben. Um Prozesse zu optimieren, müssen Daten nun nicht mehr von Menschen ausgewertet werden. Algorithmen nehmen uns diesen Arbeitsschritt ab und passt bisherige Abläufe entsprechend an.  

In der Industrie 4.0 verzahnen sich somit Produktionsabläufe mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Diese Entwicklung ermöglicht unter anderem, dass Produkte, ohne Mehraufwand, individuell nach Kundenwünschen produziert werden. Die Digitalisierung der Industrie nimmt auf jede Lebensphase eines Produktes Einfluss. Sie beeinflusst die Idee, die Entwicklung, die Fertigung die Nutzung und die Wartung. Auch Recycling-Prozesse können durch den Einsatz neuster Technologien optimiert werden.  

Die Digitalisierung der Industrie hat altbewährt Abläufe auf den Kopf gestellt und viele optimierte Prozesse hervorgebracht. Auch hier ist die Entwicklung noch lange nicht zu Ende, da technologische Entwicklungen im Produktionssektor auch in den kommenden Jahren rasant zunehmen werden.

Digitalisierung der Energiewirtschaft 

Die Energiewirtschaft steht vor ihrer bisher größten Herausforderung: der Energiewende. Die digitale Transformation der Energiebranche ist ein wichtiger Bestandteil dieser Wende. Es schließen sich immer mehr Energiedienstleister zusammen, um gemeinsam nach neuen technologischen Möglichkeiten zu forschen. Grundlage des Digitalisierungsprozesses der Energiewirtschaft sind große Datenströme – 🔗 Big Data. Über diese lassen sich beispielsweise die dezentralen Erzeugungsanlagen besser steuern und koordinieren.  

Ähnlich wie in der Finanzbranche kommen immer mehr branchenfremde Unternehmen mit neuen Geschäftsideen auf den Markt und etablieren sich zunehmend als ernstzunehmende Konkurrenz. Viele von ihnen bieten plattformbasierte Lösungen und ordnen sich zwischen den Endkund:innen und dem Energieversorger ein. Für das überwiegend asset-basierte Geschäftsmodell der meisten Energieversorgern bedeutet diese Entwicklung eine strake Umstrukturierung, die das Testen neuer Produkte und Angebote voraussetzt. Es ist die Aufgabe des Vertriebs, hier anzusetzen und die Bedürfnisse der Kunden:innen zu analysieren und diese Daten an das Produkt- und Dienstleistungsmanagement weiterzuleiten um hier möglichst schnell auf Veränderungen des Marktes reagieren zu können.

Digitalisierung im Einzelhandel 

Vor der Corona-Pandemie waren nur 28 Prozent aller Einzelhändler Deutschlands in den sozialen Netzwerken unterwegs. Mittlerweile beläuft sich diese Zahl 🔗 laut der Tagesschau auf ganze 72 Prozent!

Dabei ist besonders interessant, dass die Anzahl der Onlineshops mit 92 Prozent nahezu unverändert ist. Die Händler:innen nutzen jedoch häufiger Online-Marktplätze wie Amazon, Ebay, Zalando und co. Auch das Marketing über Social Media hat stark zugenommen. Immer mehr Unternehmen setzen auf Influencer, um ihre Zielgruppe zu erreichen.

Besonders kleine Unternehmen tun sich mit dieser Entwicklung schwer. Grund dafür ist meistens die eigene Unsicherheit. Laut 🔗 Studie schätzen diese Unternehmen ihre eigene Expertise was den Online-Vertrieb betrifft sehr gering ein. Kleine Unternehmen definieren sich über ihr Fachwissen und den engen Kontakt zu ihren Kund:innen. Von ihnen nutzen nur zirka 34 Prozent online Vertriebsmöglichkeiten.

Dabei hat Corona uns auch gelehrt, dass die Entwicklung des Onlinehandels nicht zwangsläufig in Konkurrenz mit dem stationären Handel steht. Das Geschäftsmodell 🔗 Click and Collect macht es vor. Die Verknüpfung zu hybriden Vertriebssystemen funktioniert. Die Vertriebswege ändern sich, altbewährte Methoden fallen jedoch für den Einzelhandel nicht weg. Kund:innen wollen sowohl digital als auch online eine möglichst fachkundige Beratung genießen.

Wir empfehlen digitale Kundengespräche, detaillierte Produktbeschreibung und eine enge Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb. Auf diesem Weg können Kunden sich alle Informationen eigenständig online beschaffen, haben aber trotzdem weiterhin die Möglichkeit in Deinem Geschäft persönlich beraten zu werden und das Produkt „Live und in Farbe“ zu begutachten. 

Fazit 

Keine Branche ist von den Entwicklungen der Digitalisierung ausgenommen. Neue technische Möglichkeiten schaffen neue Bedürfnisse auf Seiten der Kunden. Neue, branchenfremde Unternehmen dringen mit frischen Ideen auf den Markt und verändern die Nachfrage. Es ist unabhängig der Branche für den Vertrieb wichtig, diese Entwicklungen genau zu analysieren und das Verhalten der Kund:innen zu verfolgen. Nur so können Unternehmen rechtzeitig mit neuen Produkten, Dienstleistungen oder Vertriebswegen auf die Veränderungen des Marktes reagieren.  


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