Erinnern Sie sich an Ihr erstes Mal? Jenes erste Mal, als Sie bei der Frage: „Und was machen Sie beruflich?“, stolz erzählt  haben: „Ich bin ein Verkäufer.“

Verkaufstrainings, Google Booster,  Strategien ‑  der Markt ist voll davon. Überall findet der Verkäufer Weiterbildungen, neue Strategien und Tricks, wie er seine Produkte an den Kunden bringt. Aber wie ist der Verkäufer zum Verkäufer geworden? Aus einem kindlichen Traum heraus, so wie man Tierärztin, Polizist oder Lokführer werden will? Mal ehrlich, wie oft haben Sie schon ein Kind sagen hören: Mama, ich will ein Verkäufer werden!

Ich bin im Vertrieb gelandet, weil ich mehr Geld verdienen wollte und es toll fand, einen Dienstwagen zu fahren. Das Selbe haben mir schon einige Kollegen und Seminarteilnehmer berichtet. Ein realistischer und durchaus menschlicher Grund.  Selten entscheiden wir uns allerdings bewusst von Anfang an dafür, ein Verkäufer werden zu wollen. Wir spielen als Kind leidenschaftlich gerne Kaufladen, tippen mit kleinen Fingern wirre Zahlen in die Registrierkasse ein und erfreuen uns daran, wenn diese  sich mit einem lauten „Pling“ öffnet. Wir animieren Großeltern, Tanten und Verwandte, uns doch wenigstens eines dieser schön bunten Schächtelchen abzukaufen und wenden dafür unser gesamtes kindliches Überzeugungspotenzial an.  Trotzdem wollte ich, wenn man mich als Kind nach meinem Berufswunsch gefragt hat, lieber Tierärztin werden.

Ist das schlimm? Nein – was zählt, ist, dass ein Verkäufer, hat er sich für seinen Beruf einmal entschieden, möglichst schnell gerne ein Verkäufer ist. Bei mir vergingen nach dem Berufsstart mehrere Monate, bis ich an dem Punkt angelangt war. Doch  das war dann auch der Beginn meines erfolgreichen Weges im Verkauf. So wie bei den meisten erfolgreichen Verkäufern, die ich kennengelernt habe.

Jedoch ‑ die Denke der Gesellschaft macht es uns schwer, uns zu „bekennen“. Das Vorurteil, dass alle Verkäufer „Klinkenputzer“, „Über den Tisch Zieher“ und „Auftragsbettler“ sind, ist weit verbreitet. Und das Schlimmste ist, dass dieser Glaube auch oft unbewusst und tief in den Köpfen der Verkäufer sitzt. Das verhindert den Erfolg und ‑ viel wichtiger ‑ die Freude an der täglichen Arbeit. Alle Verkaufstechniken und Strategien dieser Welt machen diese Kopfbremse  nicht wett. Die Begeisterung für den Beruf ist der erste Schritt zum Erfolg. Erinnern Sie sich an  Ihre Kindheit, Ihren Kaufladen,  an die kleinen bunten Schachteln und das Klingeln der Registrierkasse. Entscheiden Sie sich ein Verkäufer zu sein, und zwar aus tiefstem Herzen und voller Überzeugung.

Ihre Verkaufsmacherin® Halina Maier.

 

 

Von | 2018-02-09T15:33:49+00:00 6. August 2013|Allgemein, Verkaufen|

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